Filmgeschichte: Eine Zeitreise zurück in die Anfänge des Films

Reportage

Filmgeschichte: Eine Zeitreise zurück in die Anfänge des Films

am 04.02.2013 von Carlotta (10), Redaktion Kinderfilmuni HFF 2013

Erwartungsvoll sitzen die Kinderstudenten in ihren Sitzen. Claudia Wegner, die Chefin der Filmuni, kommt auf die Bühne und erzählt, was die Kinder erwartet. Sie wünscht allen viel Spaß.                                                                          Die erste Vorlesung der Kinderfilmuni beginnt. Die beiden Dozenten sind Dr. Ralf Forster und Frau Handke.
Als Einstimmung wird ein Zusammenschnitt des letzten Jahres gezeigt. Frau Handke macht eine Zeitreise mit uns (hier auch besser etwas wie: mit dem Publikum), die über 100 Jahre bis in die Entstehungszeit des Films zurückgeht. Die Zuschauer hören gespannt zu.
Es wird viel fotografiert und Notizen werden auch gemacht.
Dr. Ralf Forster erklärt, dass die Laterna Magica eine der ersten Möglichkeiten des Films war. Es war ein Kasten aus Metall, wo oben ein Schornstein dran war und an der Vorderseite eine Art Linse. Durch diese Linse schob man eine Glasplatte mit Bildern drauf. In der Kiste brannte eine Kerze (deshalb der Schornstein). Die Laterna Magica warf die ersten bunten Bilder auf eine Leinwand.
Glasscheiben mit Bildern werden rumgegeben und zwei Kinder dürfen auf die Bühne kommen und ausprobieren.
Danach wird die Wunderscheibe erklärt. Es ist eine Scheibe, die auf jeder Seite einen Faden hat.  Auf der einen Seite der Scheibe ist ein Käfig, auf der anderen Seite ein Vogel. Wenn man die Fäden zwischen den Fingern ganz schnell reibt, dreht sich die Scheibe und der Vogel ist im Käfig. Das Ganze ist aber nur eine Illusion. Am Anfang der Vorlesung hat jeder so ein Kärtchen zum selber Basteln bekommen.
Dann ist die Wundertrommel (Zoétrop) dran. Es ist eine große Trommel mit senkrechten Schlitzen. Innen unter den Schlitzen ist ein Bilderstreifen. Wenn man sie dreht, sieht man ein Mädchen, das einen Ball hochwirft. Ein paar Kinder dürfen nach vorn gehen und das Teil ausprobieren.
Ein Daumenkinobüchlein geht durch die Reihen.
Auf der Bühne steht ein sehr alter Filmprojektor. Er sieht zwar nicht so spannend aus, aber Dr. Ralf Forster sagt, dass er über 100 Jahre alt ist. Mit dem Filmprojektor zeigt er einen Film, bei dem die Kamera auf dem Zug befestigt war. Die beiden Dozenten geben ins Publikum eine Kiste, in der viele Filmstreifen sind. Die sind zum behalten, was wirklich nett ist.
Ralf Forster erklärt dann eine alte Filmkamera. Sie ist aus Holz, im Inneren ist ein Filmband und außen ist eine Kurbel. Wenn man die Kurbel dreht dann filmt man. Ein paar Kinder dürfen auf die Bühne und sie ausprobieren. Danach werden ein paar Fragen gestellt, z.B.: „Warum ist das Filmband so dünn?“ Oder „In welchem Jahr wurde die Kamera erfunden?“. Nach den Fragen erklären die beiden noch, dass das Grammophon auch als Begleiter der Stummfilme benutzt wurde, denn es ist ja langweilig, Filme immer nur ohne Ton zu sehen. Das Klavier und die Filmorgel wurden übrigens auch zum Filmbegleiten verwendet.
Das Grammophon wird auch ausprobiert. Es kann aufgezogen und gespielt werden. Wenn dann nicht mehr genügend Spannung da ist, geht der Ton in die unteren Töne. Das hört sich sehr lustig an.
Und dann wird auch noch die Filmorgel vorgeführt. Die Filmorgel produziert die unterschiedlichsten Geräusche wie z.b. Glocken, Klingeln, Gezwitscher, Rauschen und noch vieles mehr.
Zum Schluss werden noch ein paar Kurzfilme gezeigt. Es sind „Das schreckliche Ende eines Pförtners“, „Japanische Artisten“, „Santa Lucia“, … . Die beiden Dozenten beantworten noch ein paar Fragen und es wird laut geklatscht. Danach dürfen sich alle noch alles ansehen. Ein paar Kinder dürfen in diesem Jahr sogar noch auf der Filmorgel spielen.

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